Wie soll es mit den Kirchgemeinden in Sachsen weitergehen?

Diese Frage stellt sich schon seit langer Zeit angesichts ständig sinkender Mitgliederzahlen in der sächsischen Kirche. Wieviel Personal kann sich die Kirche noch leisten (weniger Mitglieder bedeuten eben auch weniger finanzielle Mittel)? Wo soll dieses Personal zum Einsatz kommen? Welche Strukturen der Kirchgemeinden und der Kirchgemeindearbeit sind sinnvoll und zukunftsfähig?

Seit einigen Monaten wird in der sächsischen Landeskirche intensiv über diese Fragen diskutiert.

Die Kirchenleitung der sächsischen Kirche hat dazu ein Strategiepapier vorgelegt. Es heißt "Kirche mit Hoffnung in Sachsen" und sieht vor, dass sich bis 2025 überall in der Landeskirche kirchliche Struktureinheiten (sog. Kirchspiele oder Vereinigungen von Kirchgemeinden) gebildet haben, die im Jahr 2040 noch über ca. 4000 Gemeindeglieder (auf dem Land) bzw. 6000 Gemeindeglieder (in der Stadt) verfügen sollen. Für diese Struktureinheiten soll es eine zentrale Verwaltung geben. Die für die Struktureinheit tätigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sollen gabenorientiert zusammenarbeiten.

Dieses Modell steht teilweise massiv in der Kritik. Es werden auch Alternativmodell erwogen, das sog. Pfarreimodell einerseits, ein Modell vieler kleiner Kirchenbezirke andererseits.

 

 

Modelle

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Das von der Kirchenleitung erarbeitete Strategiepapier
Kirche_mit_Hoffnung_in_Sachsen.pdf
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Ein erstes Alternativmodell:
Modell - viele kleine Kirchenbezirke.pdf
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Ein weiteres Alternativmodell (2 Dokumente):
Kirchgemeinde, Kirchgemeindeverwaltung,
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Pfarreimodell - Weiterführende Konzeptio
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Für aktuelle Informationen siehe auch: www.evlks.de


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Kommentare: 1
  • #1

    Jochen Körner (Mittwoch, 25 Oktober 2017 11:51)

    Für eine kleine Dorfgemeinde waren wir mit sieben Besuchern in der Döbelner Veranstaltung recht stark vertreten. Die Vorstellung der Modelle war ganz interessant und es war gut, dass man nachfragen konnte. Die Entscheidung wohin die Reise geht, wird aber wieder ganz woanders getroffen und die Kirchgemeinden werden dann damit leben müssen. Am Ende kommt bei allen Varianten heraus: weniger hauptamtliche Mitarbeiter in immer größeren Bereichen. Interessant finde ich die Informationen im "Sonntag" zur statistischen Wahrscheinlichkeit der angenommenen Reduzierung der Kirchgemeindeglieder. Es ist wie bei der Schließung von Schulen. Erst Renovieren, dann Schließen und in ein paar Jahren stellt man fest - es fehlen Schulen. Es wird aber eine Art Strudeleffekt eintreten: Keine Mitarbeiter - keine Ansprechpartener - kein Gemeindeaufbau - weniger Gemeindeglieder. Es fällt auch schwer zu glauben dass das durch weniger Geld nötig ist, wenn man sieht wie sich die Einnahmen in den letzten Jahren erhöht haben und für welche Dinge in letzter Zeit viel Geld ausgegeben wurde.