Ehrenamtliche

Ohne Ehrenamtliche wäre unser Gemeindeleben dürftig und nur schwer zu organisieren. Ehrenamtliche tragen die Kirchennachrichten aus, übernehmen die Lesungen im Gottesdienst, singen im Chor und arbeiten im Kirchenvorstand mit.

An dieser Stelle wollen wir Ihnen von Zeit zu Zeit einen Menschen etwas genauer vorstellen, der sich in seiner freien Zeit für die Kirche engagiert.


Familie Fleischmann aus Schmannewitz

Es gibt eine ganze Reihe von Paaren, bei denen sich beide Partner in der Kirchgemeinde engagieren. Das ist auch bei Volker und Heidi Fleischmann der Fall, auch wenn beide meistens in unterschiedlichen Bereichen aktiv sind. Heidi Fleischmann singt im Chor und spielt bei Kirchenkonzerten und Festgottesdiensten Flöte (was sie selber aber gar nicht als ehrenamtliches Engagement beschreiben würde). Nachdem sie früher selber bei den Schmannewitzer Krippenspielen mitgewirkt hat (fast immer als Engel) leitet sie seit einigen Jahren das Ochsensaaler Krippenspiel mit Kreativität und Liebe an.
Volker Fleischmann war lange Jahre im Kirchenvorstand (seit 1990) u.a. auch als Vorsitzender und stellvertretender Vorsitzender. Aber er hat sich auch darüber hinaus auf verschiedene Art und Weise ins Gemeindeleben eingebracht und tut es immer noch.

 

Am Vortag des Himmelfahrtsfestes 2017 habe ich Familie Fleischmann zuhause besucht. Wir haben darüber geredet, wie sich das Gemeindeleben im Laufe der Zeit entwickelt hat und was es in DDR-Zeiten bedeutete, Christin oder Christ zu sein. Natürlich hab ich sie auch gefragt, was ihre persönlichen Gründe sind, ehrenamtlich in der Gemeinde tätig zu sein. „Es macht mir Spaß und Freude“ antwortete Heidi Fleischmann auf diese Frage. Das gelte sogar für den jährlichen Kirchenputz, auch wenn dann weniger die Freude am Putzen als an der Gemeinschaft im Vordergrund steht. Volker Fleischmann dagegen erzählt, dass  es ihm vor allem darum ging und geht, anderen (und besonders Jugendlichen) den christlichen Glauben schmackhaft zu machen. Zur christlichen Lebensweise gehört für ihn beispielsweise ein kritischer und sensibler Umgang mit der Schöpfung. Mit Freude nimmt er wahr, dass sich immer wieder Menschen für die Unterstützung des kirchlichen Lebens gewinnen lassen, auch solche, die kein Gemeindeglied sind. So war es bei der Sanierung seiner Heimatkirche und auch als es darum ging, die Schmannewitzer Friedhofsmauer neu zu verputzen.

Liebe Familie Fleischmann, es ist schön, dass Sie das Kirchgemeindeleben mitgestalten. Danke!

 

Kathrin Mette

 


Yvonne Förster aus Dahlen

Mein Name ist Yvonne Förster. Seit Ende 2013 bin ich ehrenamtlich für die Kirche tätig, im Kirchenchor und als Organistin. Ich bin zwar kein Kirchenmitglied, bin weder getauft noch konfirmiert, doch man sagt ja, dass die Musik Brücken schlagen kann. So ist es auch in meinem Fall. Ich hatte in meiner Schulzeit Klavierunterricht, und zufällig ist Herr Jochen Körner mein Arbeitskollege. Als er in einem Gespräch von meiner musikalischen Vorgeschichte erfuhr, fragte er mich gleich, ob ich vielleicht auch Orgel spielen könnte. Seine Kirchgemeinde wäre auf der Suche nach musikalischer Unterstützung. Ich verneinte erstmal. Zum einen hatte ich seit Jahren kaum mehr Gelegenheit zum Klavierspielen gefunden und zum anderen gab es für mich bisher keinen direkten Bezug zur Kirche. Allerdings fühlte ich mich beim Betreten eines Kirchengebäudes schon immer wohl und irgendwie gut aufgehoben. Und das, was ich als Außenstehende über die christliche Religion wusste, fand doch größtenteils meine Zustimmung. Also dachte ich noch mal ernsthaft über das Orgelspiel nach. Wäre es nicht schön, mein Klavierspiel aufzufrischen?

 

Und wenn ich damit noch jemandem helfen konnte – einen Versuch war es wert, dachte ich mir. Und so vereinbarte ich mit der Kantorin Anne Körner einen ersten Kennlerntermin. Es war ein sehr angenehmes Gespräch, auch wenn ich einige ihrer Fragen – ob ich wüsste, was Liturgie bedeutet, wie ein Gottesdienst abläuft und ob ich Lieder des evangelischen Gesangsbuches kennen würde – mit „Nein“ beantworten musste. Aber wo ein Wille ist, ist ja bekanntlich auch ein Weg. Und ich liebe es, Neues zu entdecken! So begann bald der wöchentliche Orgelunterricht. Und ich machte mich Stück für Stück mit dem Gottesdienst und der Kirchgemeinde allgemein vertraut. Frau Körner hatte mich übrigens auch gefragt, ob ich im Kirchenchor mitsingen wollte. Da konnte ich zumindest gleich zusagen, ohne lange zu überlegen. Abschließend möchte ich noch sagen, dass durch mein Ehrenamt die Musik und auch die Kirche als religiöse Gemeinschaft eine wichtige Rolle in meinem Leben eingenommen haben. Und dafür bin ich sehr dankbar.

 

Yvonne Förster