Meine Lebensernte?

Der Leib.

Mein zartes Kindchen

mit weicher Haut.

Wunderwerk des Anfangs.

Du starkes Kind,

ihr mutigen Aufsässigen,

schöne junge Frauen und Männer!

Wie tatkräftig,

Leben schenkend.

Das soch so Kraft zehrende Da-Sein.

Mein Leib:

vergänglich,

zerbrechlich,

alternd.

Kraft verlierend,

ohnmächtig.

Lehre mich dankend demütig gefasst sein.

Für jeden Lebensschritt.

Hab Dank.

Und geh mit.

Bis zuletzt.

Christiane Thiel in: Das chrismon-Familienjahrbuch, Frankfurt am Main 2012, 249.